abeson

  Startseite
    Stories
    Kolumne
    Diary
    Songtexte
  Über...
  Archiv
  Designs
  Sonstige Links
  Blogs
  Musiklinks
  Toplists
  Musik
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Sternschwester
   Sandman
   laut.de





http://myblog.de/abeson

Gratis bloggen bei
myblog.de





Kolumne

Unterwäsche

Gerade lief "I Wanna Be Your Underwear" im Radio, und ich frage mich, wie bescheuert einige M?nner eigentlich sind. Gut, ich gebe zu, auf den ersten Blick hat die Vorstellung, als BH von Salma Hayek zu reinkarnieren, auf manche M?nner sicher ihren Reiz, aber ?berblickt irgendjemand die gesamten Konsequenzen eines solchen Wunsches?
Von einem in die Haut eingen?hten Herstellerlogo oder C&A Sicherheitsknubbels rede ich hier gar nicht unbedingt, und auch nicht davon, dass tausende Frauen jeglichen Alters dich von allen Seiten begutachten, um sich dann f?r deinen Nachbarn zu entscheiden, nur weil der pink ist.
Aber hey. Dann bist du irgendwann mal tats?chlich ein H?schen, mit ein wenig Gl?ck sogar das einer einigerma?en attraktiven Frau, und dann? Hast du einen wundersch?nen Tag, bevor sie dich in die Ecke schmei?t und alle deine Kollegen dr?ber d?rfen. Vielleicht kommt dem einen oder anderen diese Situation ja bekannt vor.
Es kommt noch schlimmer: W?hrend diese Versager gerade die intimsten K?rperstellen deiner Traumfrau in ihren schmutzigen N?hten halten, h?ngst du mit hunderten anderen Unterhosen in einem muffigen Haufen zusammen und h?rst dir ihre schw?lstigen Erfahrungsberichte an. Gro?e Klasse. Irgendwann wirst du aus dem Elend befreit, nur um gewaschen, getrocknet, aufgeh?ngt und schlie?lich wieder von dieser nimmersatten Schlampe einen Tag lang missbraucht zu werden, die meint, nur weil sie die dicke Kohle am Start hat, kann sie alles mit dir machen.
Vielleicht sollte mal jemand Bryan Adams erkl?ren, wie dieser Track sich auf die Stellung des Mannes aus Sicht der Frauen auswirken kann. Und ihm zur L?uterung ein Jahres-Abo der Emma schenken.
Ein kurzer Blick in allmusic.com zum Stichwort "Underwear" macht ?brigens deutlich, dass nicht nur der Kanadier in Pubert?tsphantasien h?ngengeblieben ist. Die Liste reicht von Dru Downs "No Underwear" ?ber Da Losers "Evil Underwear", Tim Wilsons "Clean Underwear" und Zoinks! "Dirty Underwear" bis hin zu Rick & Bubbas "Man Eats Underwear", Grag Antons "My Fathers Underwear" und dem flehentlichen "Mom, Wash My Underwear" von den Peter Pan's Pixie Players.
Ab und an, keineswegs immer, aber doch manchmal, kommt mir der Gedanke, ob Musiker irgendwie das evolution?re Verlassen der B?ume nicht verkraftet haben.
1.8.05 02:50


Wikipedia

Ich m?chte an dieser Stelle eine Ode an Wikipedia anstimmen. Diese, ich m?chte sie beinahe g?ttlich nennen, Webpage erinnert mich nicht nur jedesmal, wenn ich ihren Namen in meine Leiste tippe, an einen Helden meiner Kindheit, es beschert mir auch noch jede Menge herrlich uninteressanter Informationen. Ein Klick auf die viel zu untersch?tzte Option "Zuf?lliger Artikel" ist wie eine Reise in die Sendung mit der Maus - nur dass sie nicht jedesmal wegen des sonnt?glichen Kirchgangs in der pr?rebellischen Zeit nur dann m?glich ist, wenn Muttern mal in der Lage ist, den Videorecorder zu programmieren.

Gerade eben geleitete mich der Unwahrscheinlichkeitsdrive sanft auf eine Seite, die mich informativ mit den wichtigsten Fakten ?ber Klopapier vertraut machte. Klopapier, mag sich vielleicht mancher denken, ist eigentlich nicht unbedingt so spannend, dass man die wertvolle Freizeit zwischen Golfspiel und Tagesthemen damit verbringen sollte, sich Wissen dar?ber anzueignen. Ich finds toll. Wei? etwa jemand von denen, dass der Namen Hakle sich aus den Initialien des ersten deutschen Toilettenpapierherstellers Hans Klenk herleitet? Das Wissen der meisten mag noch beinhalten, dass sich die Menschen, wenn man Demolition Man Glauben schenken darf, im Jahr 2050 ihren Hintern mithilfe dreier Muscheln reinigen werden, doch wer kann ernsthaft von sich behaupten, schon vor Wikipedia gewusst zu haben, dass noch heute Nomadenst?mme Sand dazu benutzen?
Toilettenpapier wird meines Erachtens nach eh viel zu wenig gew?rdigt. Wenn der bekackte Charmin' B?r mal wieder seinen behaarten Hintern in bundesdeutsche Fernseher streckt, schauen alle betreten zu Boden. Es gibt ein monatliches portofreies Abo f?r Klopapier-Monatslieferungen, damit keiner in die peinliche Situation ger?t, wenn die h?bsche Nachbarin hinter einem in der Kasse steht und nat?rlich hat man hat ausgerechnet heute nur das zweilagige im Einkaufskorb. Aber es gibt ?ber einen Gegenstand, f?r den eine durchschnittliche 5-Mann-Studenten-WG w?hrend eines durchschnittlichen Studiums gesch?tzte 350 Eruo ausgibt, keinerlei wissenschaftliche Literatur (zumindest f?hlte ich mich nach den ersten 10 Ergebnissen bei google scholar, bombardiert von fragmentarischen Phrasen wie "Koagel beim Stuhlgang,nur auf dem Toilettenpapier oder tropfend" und "Die Frau kann den Zervixschleim auch f?hlen" nicht in der Lage, meine Recherche fortzusetzen (Nein, ich wi? nicht, was ein/e Zervix ist, aber wollte ich es wissen, w?rde ich Wikipedia fragen). Selbst in Ludwigsburg, dem Standort der ersten deutschen Toilettenpapierherstellungsfabrik, gibt es keine Hans-Klenk-Stra?e. Da ist sie wieder, die deutsche Vergangenheitsverleugnung.
Der Amerikanische Comedian Jerry Seinfeld (?ber den es ?brigens auch einen Wikipeida-Artikel gibt) formulierte den unterschwelligen gesellschaftlichen Appell zu einer Ehrung des Klopapiers folgenderma?en:
"Maybe they should have a toilet paper museum. Would you like that? So we can see all the toilet paper advancements down through the ages. Toilet paper in the Crusades. The development of the perforation. The first six-pack."
Hierzulande sind die einzigen, die sich daf?r einsetzen, dass volksfreundliche Unternehmer wie Hans Klenk nicht in Vergessenheit geraten, die freundlichen emsigen Bienchen, die Wikipedia mit Daten f?ttern. Danke, ihr seid toll
21.7.05 04:32





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung